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Gründungsveranstaltung am 02. Oktober ab 17 Uhr (Die Künstlerin wird nicht anwesend sein.)
Künstlerinnen bekommen selten ein Denkmal. Selten ein Haus. Eine Straße. Eine Gedenktafel. Nana Hülsewig nimmt sich in ihrer aktuellen Arbeit „Iconic“ genau dieser Schieflage der Geschlechter an. Dafür feiern wir sie. Nana Hülsewig ist nicht einfach Künstlerin. Sie ist Musikerin. Performerin. Malerin. Ikone. Nana Hülsewigs Kunst lässt sich nicht aus sicherer Entfernung betrachten. Sie öffnet ihr Zuhause, ihre Ängste. Ihre Songs und ihre Geschichte macht ihr Publikum zu Mitwissenden, zu Verbündeten. Wir feiern eine Künstlerin, die sich weigert, unsichtbar zu werden. Eine Künstlerin, die das Älterwerden, das Sichtbar-Bleiben von Frauen im Kunstbetrieb und die Kraft solidarischer Beziehungen zu ihrem Thema macht. Wir applaudieren ihr.Wir erzählen von ihr. Wir sind nicht bloß Publikum. Wir sind die Tempelgemeinde einer Künstlerin, die weiß, was es heißt, angebetet, übersehen und neu erfunden zu werden. Willkommen im 1. Nana Hülsewig Fanclub.
Female artists rarely get a monument. Rarely a house. A street. A commemorative plaque. In her current work ICONIC, Nana Hülsewig takes on exactly this gender imbalance. For that, we celebrate her. Nana Hülsewig is not simply an artist. She is a musician. A performer. A painter. An icon. Nana Hülsewig's art cannot be viewed from a safe distance. She opens up her home, her fears. Her songs and her story make her audience into confidants, into allies. We celebrate an artist who refuses to become invisible. An artist whose subject is aging, the continued visibility of women in the art world and the power of solidary relationships.We applaud her. We tell her story. We are not merely an audience. We are the temple congregation of an artist who herself knows what it means to be worshipped, overlooked and reinvented. Welcome to the 1st Nana Hülsewig Fan Club.
ICONIC - Schattenseiten einer Künstlerin
Eröffnung: 16.10.26, weitere Führungen immer Samstags vom 17.10.26 bis 12.12.26
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisCraig Bjerring alias Oldseed mag Fonzies und ist Kanadier. Für uns schon Grund genug ihn einzuladen. Dass er in Kassel lebt und man sich über Waschbären unterhalten kann ein weiterer. Seine Musik, die sich zwischen Folk und Country bewegt, erzählt von Tod und Einsamkeit, vom Leben. Mit Zartheit. Es wird gemunkelt, Oldseeds Lieder könnten Leben retten. Musik, die behaglich ist, aber auch flüstert: Du wirst nicht immer leben.
Craig Bjerring, aka Oldseed, likes Fonzies and is Canadian. That alone was reason enough for us to invite him. The fact that he lives in Kassel and we can talk about raccoons is another. His music, which moves between folk and country, speaks tenderly of death and loneliness, of life. With tenderness. Rumor has it that Oldseed's songs could save lives. His music is comforting, but also whispers: You won't live forever.
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15:30 Uhr
Ein Nachmittag über Erinnerung im öffentlichen Raum in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Weinstadt e.V.
Was erinnert eine Stadt? Und was vergisst sie? Straßen, Plätze und Gebäude tragen Namen. Sie erinnern an Ereignisse, Persönlichkeiten, geben Orientierung und erzählen, was und wer wichtig war. Diese Benennungen wirken oft unauffällig, prägen aber, wie wir eine Stadt lesen und verstehen.
Am Bahnhof Beutelsbach gibt es einen Platz, der keinen Namen trägt. Ein guter Anlass über Erinnerungskultur im öffentlichen Raum nachzudenken. Was macht einen Platz zu einem Platz? Wessen Namen werden in einer Stadt sichtbar und warum?
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisDer englische Singer-Songwriter Stephen Burch alias The Great Park trinkt seinen PG Tips am liebsten so: Teebeutel in die Milch, dann heißes Wasser drauf. Er fährt gern Zug, außer sonntags und macht Musik mit Gitarre, Besen, Ketten und allem, was er sonst so findet. Zum Spazierengehen zieht es ihn in den Schurwald, wo er versucht Pilze zu sammeln. Das Leben macht es ihm nie wirklich einfach, zum Glück, sonst würden seine Lieder nicht so viel erzählen. Und zum Glück hat die S-Bahn manchmal Verspätung, sonst würde es LIMBO nicht geben.
English singer-songwriter Stephen Burch, aka The Great Park, likes his PG Tips best like this: tea bag in the milk first, then hot water on top. He loves taking the train, except on Sundays, and makes music with guitar, brooms, chains and whatever else he happens to find. For walks he heads to the Schurwald, where he attempts to forage for mushrooms. Life never makes things really easy for him, luckily, otherwise his songs wouldn't have so much to tell. And luckily the S-Bahn is sometimes late, otherwise LIMBO wouldn't exist.
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Gespräch
19:00 UhrWie ist es, wenn man unsichtbar wird? Wann wird man es? Und wie wird und bleibt man sichtbar als Frau im Kunstbetrieb? Sophie Bergemann und Nana Hülsewig sprechen über das Künstlerinnendasein und über Ikonen, die für viele unsichtbar sind, obwohl sie sichtbar sein sollten. Darüber, wie man Sichtbarkeit schafft und wann es auch mal ganz schön ist, unsichtbar zu sein.
What is it like to become invisible? When does it happen? And how do you become and stay visible as a woman in the art world? Sophie Bergemann and Nana Hülsewig talk about life as a female artist and about icons who are invisible to many, even though they should be visible. They discuss how to build visibility and when it can actually be quite nice to be invisible.
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19:00 Uhr
Im Rahmen der Woche der Demokratie.
In Kooperation mit Demokratie feiern e.V. und der Bürgerstiftung Weinstadt.
Demokratie lebt vom Miteinander. Und unser Grundgesetz ist ihre schriftliche Grundlage. Aber was genau steht eigentlich darin? Und wann haben Sie zuletzt einen Blick hineingeworfen? Wir geben zu: Bei uns ist das auch schon eine ganze Weile her. Deshalb lesen wir gemeinsam aus dem Grundgesetz und kommen ins Gespräch über Freiheit, Zusammenhalt und die Ideen, die unser Zusammenleben tragen. Ein offener Abend. Zum Zuhören, Mitdenken und Reden.
As part of Democracy Week.
In cooperation with Demokratie feiern e.V. and the Bürgerstiftung Weinstadt.Democracy lives from being together. And our Basic Law (Grundgesetz) is its written foundation. But what exactly does it say? And when did you last take a look at it? We admit: for us too, it's been quite a while. That's why we'll read together from the Basic Law and get talking about freedom, cohesion, and the ideas that carry our life together. An open evening. For listening, thinking along, and talking.
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisKonsequent lassen sie sich in eine Schublade stecken, aus der konzeptartige Lieder zu allen Fragen des Lebens erklingen. Die Stuttgarter Band Die Konsequenz um Songwriterin Karoline Brombach verwandelt was andere lieber verschweigen in Pop: die Widersprüche der Mutterschaft, die Kompromisse des Stadtlebens, die kleinen Absurditäten des Alltags. Bittersüße Songs über das, was das Leben wirklich mit einem macht. Und mit dem Humor, der übrig bleibt, wenn das verschimmelte Pausenbrot im Schulranzen längst neues Leben erschaffen hat.
As a consequence, they let themselves be pigeonholed into a drawer from which concept-driven songs about all of life's questions keep ringing out. The Stuttgart band Die Konsequenz, led by songwriter Karoline Brombach, turns what others would rather keep quiet about into pop: the contradictions of motherhood, the compromises of city life, the small absurdities of everyday routine. Bittersweet songs about what life really does to you. And with whatever humor is left once the moldy sandwich at the bottom of the school bag has long since created new life of its own.
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19 Uhr
Heft 8 // Dara Brexendorf: Restwärme
„Zuerst sehen wir die Bagger. Das ist im Dezember. Wir haben nicht mehr damit gerechnet, obwohl es überall angekündigt wurde. Dann sind sie da, rund zehn Stück und ein großer Hydraulikkran. Wir stehen am Bauzaun und sehen den Baggern durch das Gitter aus Metall beim Schaufeln zu. Wir sehen, wie sie nach links und nach rechts fahren. Wir sehen die Betonröhren im gefrorenen Boden liegen. Wir sehen die gelben Westen in den Kabinen sitzen. Wir sehen die Bagger in Kuhlen verschwinden und wieder herausfahren.“
Einmal im Monat öffnet Martina Schneider den Gartensalon und lädt zum gemeinsamen Lesen aus der grünen Reihe des SUKULTUR Verlags ein. Die grüne Reihe versammelt Texte des Gartens. Texte über den, aus dem, durch den und für den Garten. Sie widmet sich praktischen Tipps und theoretischen Überlegungen ebenso wie betrachtender Begeisterung, wütender Analyse, peinlicher Erkenntnis, betrübtem Befund und dem schlichten Erlebnis von Schönheit. Dabei stellt die Reihe große Fragen: Wie passiert der Garten – und wo? Die grüne Reihe erscheint seit Ende 2021 im SUKULTUR Verlag, herausgegeben von Tobias Roth, illustriert von Petrus Akkordeon und lektoriert von Moritz Müller-Schwefe.
Issue 8 // Dara Brexendorf: Residual Heat
"First we see the excavators. It's December. We had stopped expecting them, even though it was announced everywhere. Then they're here, around ten of them and one large hydraulic crane. We stand at the construction fence and watch the excavators dig through the metal mesh. We see them drive to the left and to the right. We see the concrete pipes lying in the frozen ground. We see the yellow vests sitting in the cabs. We see the excavators disappear into pits and drive out again."
Once a month, Martina Schneider opens the garden salon and invites people to read together from the green series of SUKULTUR Verlag. The green series gathers texts of the garden: texts about it, from it, through it and for it. It devotes itself to practical tips and theoretical reflections as well as to contemplative enthusiasm, angry analysis, embarrassing realizations, saddened findings and the simple experience of beauty. In doing so, the series asks big questions: How does the garden happen and where? The green series has been published by SUKULTUR Verlag since the end of 2021, edited by Tobias Roth, illustrated by Petrus Akkordeon and copy-edited by Moritz Müller-Schwefe.
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Bahnhofskino
17 bis 22 UhrBis in die 1990er-Jahre gehörten sie fest zum Alltag vieler Reisender: die Bahnhofslichtspielhäuser. Direkt im Bahnhof oder in unmittelbarer Nähe gelegen boten sie ein besonderes Kinoformat, ein 50-minütiges Filmprogramm, das sich in Endlosschleife wiederholte. Ob für Wartende, Durchreisende oder Stammgäste: Man konnte jederzeit eintreten und sich die Wartezeit mit News, Kurzfilmen und Trickfilm verkürzen. Bei „Cult Cuts“ laden wir wieder ein zu einer Reise in diese fast vergessene Kinokultur zwischen Ankunft und Abfahrt.
Until the 1990s, they were a fixture of everyday life for many travelers: the station cinemas (Bahnhofslichtspielhäuser). Located right inside the station or close by, they offered a special kind of cinema, a 50-minute program that played on an endless loop. Whether you were waiting, passing through or a regular, you could step in at any time and pass the time with news, short films and cartoons. With "Cult Cuts" we once again invite you on a journey into this almost forgotten cinema culture between arrival and departure.
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Cookie Swap
14:00 UhrUnd plötzlich ist er da, der Advent und mit ihm das Ende des Jahres. Wie jedes Jahr ist man wieder mit allem zu spät dran, die Küche ist kleiner, als sie sein müsste und die Zimtsterne haben noch nie geklappt. Anna hatte die Idee, LIMBO hat den Raum. Bring deine eine Sorte Plätzle, Bredle oder Gutsle mit, die dir immer gelingt und auf keinem Teller fehlen darf und tausche sie gegen andere. Vielleicht werden Rezepte weitergegeben oder Anekdoten erzählt, wo der Zuckerguss überall in der Küche schon geklebt hat. Auf jeden Fall wird dein Teller nach diesem Nachmittag bunter sein. Und wer weiß, vielleicht zieht ein neues Lieblingsrezept bei dir ein. Für die Kinder gibt es eine Wunschzettel-Ecke mit Post ans Christkind, den Nikolaus und oder den Weihnachtsmann. Heiße Schokolade gibt es an der Bar.
And suddenly it's here, Advent and with it the end of the year. As every year, you're running late with everything, the kitchen is smaller than it should be and the cinnamon stars have never once turned out. Anna had the idea, LIMBO has the space. Bring the one kind of Plätzle, Bredle or Gutsle that always works for you and that can never be missing from your plate and swap it for others. Maybe recipes will be passed on, or anecdotes told about all the places in the kitchen where the icing has ended up sticking. Either way, your plate will be more colorful after this afternoon. And who knows, maybe a new favorite recipe will move in with you. For the kids, there's a wish list corner with mail to the Christkind, Saint Nicholas and/or Santa Claus. Hot chocolate is available at the bar.
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Lesung mit Musik
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisZwei Frauen und eine Herde trächtiger Rinder sind unterwegs bis ans Ende Europas. Die eine ist Lkw-Fahrerin und abwesende Mutter, die andere gerade aus ihrem allzu geregelten Alltag geflohen. Zwischen Staub und Hitze ringen die ungleichen Frauen um Verständigung, unterstützt von einem zuweilen halluzinierenden Handy-Übersetzer und entdecken dabei die Poesie im Alltäglichen. Sie wundern sich übereinander, scheitern fast an den Rindern und kommen sich näher. Anja Gmeinwieser liest aus ihrem Debütroman „Wir Königinnen“ und wir reisen mit durch Südosteuropa bis an die EU-Außengrenze. Viola spielt Songs vom Ankommenwollen und Nichtkönnen, vom Ankommenkönnen und Nichtwollen, vom Getriebensein und Verlorengehen, ohne dabei die Zuversicht zu verlieren.
Two women and a herd of pregnant cows are on the road to the end of Europe. One is a truck driver and absent mother, the other has just fled her far too orderly everyday life. Amid dust and heat, the two very different women struggle to understand each other, aided by a phone translator that occasionally hallucinates and discover the poetry in the everyday. They marvel at one another, nearly fail at handling the cows and grow closer. Anja Gmeinwieser reads from her debut novel "Wir Königinnen" and we travel along through Southeastern Europe to the EU's external border. Viola plays songs about wanting to arrive and being unable to, about being able to arrive and not wanting to, about being driven and getting lost, without losing hope.