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Vernissage am 03. Juni 2026 ab 16 Uhr
Im Zentrum der gemeinsamen künstlerischen Praxis von Sara Hernández und David Tobón steht das Alltägliche. Zeichnung bildet den Ausgangspunkt ihrer Arbeit und erweitert sich in Skulptur und Installation. In den Übergängen zwischen den Medien untersuchen sie die Möglichkeiten und Grenzen traditioneller wie zeitgenössischer Techniken. Ihre Arbeiten entstehen als offene Systeme, in denen Materialien, Objekte und Ideen miteinander in Beziehung treten. Alltägliche Dinge werden zu Auslösern von Assoziationen und Verschiebungen der Wahrnehmung. Dabei verhandeln Hernández und Tobón Fragen von Empathie, ökologischen Verflechtungen sowie den Bedingungen, unter denen Raum und Zeit erfahren werden.
At the centre of the collaborative practice of Sara Hernández and David Tobón is the everyday. Drawing forms the starting point of their work and extends into sculpture and installation. Moving between these media, they explore the possibilities and limits of both traditional and contemporary techniques. Their works develop as open systems in which materials, objects and ideas are brought into relation with one another. Everyday things act as triggers for associations and shifts in perception. In doing so, Hernández and Tobón engage with questions of empathy, ecological entanglements, and the conditions through which space and time are experienced.
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19 Uhr
Heft 7 // Gertrude Jekyll: Der graue Garten
„Es geht Jekyll um malerische, atmosphärische Handhabe der Pflanzen und Farben, der Farben als Pflanzen, wolkige, natürlicher Gliederung nachempfundene Pflanzungen, die aus ihren symmetrischen Rabatten und Hecken schwappen und schäumen, alle Spuren von Winkeln und Stützen überspielen, und in Tönungen und Schattierungen von wärmer nach kühler und zurück sich verändern, mit der kreisenden Farbenlehre Eugène Chevreuls, mit den Farbenwirbeln William Turners.“
Einmal im Monat öffnet Martina Schneider den Gartensalon und lädt zum gemeinsamen Lesen aus der grünen Reihe des SUKULTUR Verlags ein. Die grüne Reihe versammelt Texte des Gartens. Texte über den, aus dem, durch den und für den Garten. Sie widmet sich praktischen Tipps und theoretischen Überlegungen ebenso wie betrachtender Begeisterung, wütender Analyse, peinlicher Erkenntnis, betrübtem Befund und dem schlichten Erlebnis von Schönheit. Dabei stellt die Reihe große Fragen: Wie passiert der Garten – und wo? Die grüne Reihe erscheint seit Ende 2021 im SUKULTUR Verlag, herausgegeben von Tobias Roth, illustriert von Petrus Akkordeon und lektoriert von Moritz Müller-Schwefe.
Issue 7 // Gertrude Jekyll: The Grey Garden
“It is about Jekyll’s pictorial, atmospheric handling of plants and colors, of colors as plants, cloudlike plantings modeled on natural structures, which spill and foam out of their symmetrical beds and hedges, overriding all traces of angles and supports, and changing in tones and shades from warmer to cooler and back again, with the circling color theory of Eugène Chevreul, with the color whirlpools of William Turner.”
Once a month Martina Schneider opens the garden salon and invites people to read together from the green series of SUKULTUR Verlag. The green series collects texts of the garden. Texts about the garden, from the garden, through the garden, and for the garden. It is dedicated to practical tips and theoretical reflections as well as contemplative enthusiasm, angry analysis, embarrassing insight, sorrowful findings, and the simple experience of beauty. In doing so, the series poses big questions: How does the garden happen – and where? The green series has been published since the end of 2021 by SUKULTUR Verlag, edited by Tobias Roth, illustrated by Petrus Akkordeon, and copy-edited by Moritz Müller-Schwefe.
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18:00 Uhr
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Weinstadt.
Wie verändert sich künstlerisches Arbeiten, wenn es zwischen unterschiedlichen Orten, Sprachen und kulturellen Erfahrungen entsteht? Welche Spuren hinterlassen Herkunft, Alltag und Umgebung in einem Werk und wie verändert der Austausch über geografische Grenzen hinweg den kreativen Prozess? Im Gespräch mit dem Künstlerduo Sara Hernández und David Tobón geht Sophie Bergemann diesen Fragen nach. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame Praxis zwischen Zeichnung, Skulptur und Installation, die von Beobachtung, Material und Dialog geprägt ist. Die Zusammenarbeit von Hernández und Tobón begann mit einem Buchprojekt über ihre Heimatstadt Medellín in Kolumbien. Heute leben und arbeiten Hernández in Stuttgart und Tobón in Brüssel. Aus der Distanz entwickeln sie ihre Arbeiten gemeinsam weiter und eröffnen dabei neue Perspektiven auf transkulturelle künstlerische Prozesse.
As part of the Intercultural Weeks in Weinstadt.
How does artistic practice change when it unfolds across different places, languages and cultural contexts? What traces do origin, everyday life and environment leave in a work, and how does exchange across geographical borders shape the creative process? In a conversation with the artist duo Sara Hernández and David Tobón, Sophie Bergemann explores these questions. The focus is on a shared practice between drawing, sculpture and installation, shaped by observation, material and dialogue. Their collaboration began with a book project on their hometown of Medellín in Colombia. Today, Hernández lives and works in Stuttgart and Tobón in Brussels. Working from a distance, they continue to develop their practice together, opening up new perspectives on transcultural artistic processes.
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisLieder aus politischen Kämpfen und sozialen Bewegungen begleiten Menschen seit jeher in ihrem Streben nach Freiheit und Veränderung. Sie geben Hoffnung, stiften Gemeinschaft und werden zu klangvollen Symbolen des Widerstands. Oft greifen sie auf bekannte Melodien zurück, die mit neuen Texten versehen werden. Wenn offene Worte gefährlich sind, entstehen dabei Bilder und versteckte Bedeutungen. Doch was bleibt, wenn die Sprache verschwindet? Wenn Worte verstummen und nur die Melodie weiterträgt, was einst gesagt werden musste? Die Instrumentalversionen politischer Lieder von Jo Ambros, Johann Polzer und Dieter Fischer widmen sich dieser Frage. Mit ihren Interpretationen bekannter und weniger bekannter Revolutionslieder stellen sie das Verbindende in den Mittelpunkt: die Musik selbst. Ohne sprachliche Grenzen entfalten die Melodien ihre unmittelbare Kraft und machen hörbar, was Gemeinschaft im Innersten ausmacht.
Songs from political struggles and social movements have always accompanied people in their pursuit of freedom and change. They can offer hope, foster communities and become resonant symbols of resistance. Often, they draw on familiar melodies set to new lyrics. When speaking openly is dangerous, images and hidden meanings emerge. But what remains when language disappears? When words fall silent and only the melody carries on what once needed to be said? The instrumental versions of international political songs by Jo Ambros, Johann Polzer and Dieter Fischer address precisely this question. With their interpretations of well-known and lesser-known revolutionary songs, they focus on what unites us: the music itself. Free from linguistic constraints, the melodies unfold their immediate power and make audible what community truly is.
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Vernissage am 02. Oktober ab 17 Uhr (Die Künstlerin wird nicht anwesend sein.)
Künstlerinnen bekommen selten ein Denkmal. Selten ein Haus. Eine Straße. Eine Gedenktafel. Nana Hülsewig nimmt sich in ihrer aktuellen Arbeit „Iconic“ genau dieser Schieflage der Geschlechter an. Dafür feiern wir sie. Nana Hülsewig ist nicht einfach Künstlerin. Sie ist Musikerin. Performerin. Malerin. Ikone. Nana Hülsewigs Kunst lässt sich nicht aus sicherer Entfernung betrachten. Sie öffnet ihr Zuhause, ihre Ängste. Ihre Songs und ihre Geschichte macht ihr Publikum zu Mitwissenden, zu Verbündeten. Wir feiern eine Künstlerin, die sich weigert, unsichtbar zu werden. Eine Künstlerin, die das Älterwerden, das Sichtbar-Bleiben von Frauen im Kunstbetrieb und die Kraft solidarischer Beziehungen zu ihrem Thema macht. Wir applaudieren ihr.Wir erzählen von ihr. Wir sind nicht bloß Publikum. Wir sind die Tempelgemeinde einer Künstlerin, die weiß, was es heißt, angebetet, übersehen und neu erfunden zu werden. Willkommen im 1. Nana Hülsewig Fanclub.
Female artists rarely get a monument. Rarely a house. A street. A commemorative plaque. In her current work ICONIC, Nana Hülsewig takes on exactly this gender imbalance. For that, we celebrate her. Nana Hülsewig is not simply an artist. She is a musician. A performer. A painter. An icon. Nana Hülsewig's art cannot be viewed from a safe distance. She opens up her home, her fears. Her songs and her story make her audience into confidants, into allies. We celebrate an artist who refuses to become invisible. An artist whose subject is aging, the continued visibility of women in the art world and the power of solidary relationships.We applaud her. We tell her story. We are not merely an audience. We are the temple congregation of an artist who herself knows what it means to be worshipped, overlooked and reinvented. Welcome to the 1st Nana Hülsewig Fan Club.
ICONIC - Schattenseiten einer Künstlerin
Eröffnung: 16.10.26, weitere Führungen immer Samstags vom 17.10.26 bis 12.12.26
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisCraig Bjerring alias Oldseed mag Fonzies und ist Kanadier. Für uns schon Grund genug ihn einzuladen. Dass er in Kassel lebt und man sich über Waschbären unterhalten kann ein weiterer. Seine Musik, die sich zwischen Folk und Country bewegt, erzählt von Tod und Einsamkeit, vom Leben. Mit Zartheit. Es wird gemunkelt, Oldseeds Lieder könnten Leben retten. Musik, die behaglich ist, aber auch flüstert: Du wirst nicht immer leben.
Craig Bjerring, aka Oldseed, likes Fonzies and is Canadian. That alone was reason enough for us to invite him. The fact that he lives in Kassel and we can talk about raccoons is another. His music, which moves between folk and country, speaks tenderly of death and loneliness, of life. With tenderness. Rumor has it that Oldseed's songs could save lives. His music is comforting, but also whispers: You won't live forever.
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15:30 Uhr
Ein Nachmittag über Erinnerung im öffentlichen Raum in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Weinstadt e.V.
Was erinnert eine Stadt? Und was vergisst sie? Straßen, Plätze und Gebäude tragen Namen. Sie erinnern an Ereignisse, Persönlichkeiten, geben Orientierung und erzählen, was und wer wichtig war. Diese Benennungen wirken oft unauffällig, prägen aber, wie wir eine Stadt lesen und verstehen.
Am Bahnhof Beutelsbach gibt es einen Platz, der keinen Namen trägt. Ein guter Anlass über Erinnerungskultur im öffentlichen Raum nachzudenken. Was macht einen Platz zu einem Platz? Wessen Namen werden in einer Stadt sichtbar und warum?
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisStephen Burch ist ein englischer Songwriter. Nach seinem Kunststudium in Westengland zog er auf den abgelegenen Bauernhof seiner Familie in Irland. Während seine großformatigen Ölgemälde trockneten, begann er, mit Akustikgitarre, dem Familienklavier, Scheunentoren, Besen und Ketten Musik zu machen. So entstanden lange, erzählerische Songs über die Grafschaft Cork, endlose Zugfahrten und Beziehungen zu Menschen in der Ferne. Heute lebt Burch in Baach und startet seine Tourneen durch Europa an der S-Bahn-Haltestelle in Beutelsbach. Über 30 Alben hat er auf seinem DIY-Label Woodland Recordings veröffentlicht, und seine Songs wurden von Künstler:innen wie Liz Green, Fee Reega und Thirty Pounds of Bone gecovert. Burch mag Räume mit Echo, Zugfahrten und Straßenbahnen. Das klingt nach einem Match.
Stephen Burch is an English songwriter. After studying art in western England, he moved to his family‘s remote farm in Ireland. While his large-scale oil paintings dried, he began making music with an acoustic guitar, the family piano, barn doors, brooms, and chains. This led to long, narrative songs about County Cork, endless train journeys, and relationships with people far away. Today, Burch lives in Baach and started his European tours at the S-Bahn station in Beutelsbach. He has released over 30 albums on his DIY label Woodland Recordings and his songs have been covered by artists such as Liz Green, Fee Reega and Thirty Pounds of Bone. Burch enjoys echoey rooms, train rides and trams. That sounds like a match.
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19:00 Uhr
Im Rahmen der Woche der Demokratie.
In Kooperation mit Demokratie feiern e.V. und der Bürgerstiftung Weinstadt.
Demokratie lebt vom Miteinander. Und unser Grundgesetz ist ihre schriftliche Grundlage. Aber was genau steht eigentlich darin? Und wann haben Sie zuletzt einen Blick hineingeworfen? Wir geben zu: Bei uns ist das auch schon eine ganze Weile her. Deshalb lesen wir gemeinsam aus dem Grundgesetz und kommen ins Gespräch über Freiheit, Zusammenhalt und die Ideen, die unser Zusammenleben tragen. Ein offener Abend. Zum Zuhören, Mitdenken und Reden.
As part of Democracy Week.
In cooperation with Demokratie feiern e.V. and the Bürgerstiftung Weinstadt.Democracy lives from being together. And our Basic Law (Grundgesetz) is its written foundation. But what exactly does it say? And when did you last take a look at it? We admit: for us too, it's been quite a while. That's why we'll read together from the Basic Law and get talking about freedom, cohesion, and the ideas that carry our life together. An open evening. For listening, thinking along, and talking.
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Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisKonsequent lassen sie sich in eine Schublade stecken, aus der konzeptartige Lieder zu allen Fragen des Lebens erklingen. Die Stuttgarter Band Die Konsequenz um Songwriterin Karoline Brombach verwandelt was andere lieber verschweigen in Pop: die Widersprüche der Mutterschaft, die Kompromisse des Stadtlebens, die kleinen Absurditäten des Alltags. Bittersüße Songs über das, was das Leben wirklich mit einem macht. Und mit dem Humor, der übrig bleibt, wenn das verschimmelte Pausenbrot im Schulranzen längst neues Leben erschaffen hat.
As a consequence, they let themselves be pigeonholed into a drawer from which concept-driven songs about all of life's questions keep ringing out. The Stuttgart band Die Konsequenz, led by songwriter Karoline Brombach, turns what others would rather keep quiet about into pop: the contradictions of motherhood, the compromises of city life, the small absurdities of everyday routine. Bittersweet songs about what life really does to you. And with whatever humor is left once the moldy sandwich at the bottom of the school bag has long since created new life of its own.