-
Vernissage am 25. April 26 ab 16 Uhr
Wie viel Analyse verträgt das Persönliche, ohne seine Zärtlichkeit und Rohheit zu verlieren? Wo liegt die Grenze zwischen Selbstzeugnis und gesellschaftlicher Deutung? Bei Anna Gohmert stehen soziale Gerechtigkeit, familiäre Verflechtungen, Gesundheit und Generationskonflikte im Fokus. Das Spannungsfeld zwischen Selbstwirksamkeit und Ohnmacht, jene Momente, in denen individuelles Handeln möglich scheint aber an strukturelle Grenzen stößt beschäftig Gohmert und wird autofiktiv von ihr verarbeitet. Persönliche Erfahrung und gesellschaftliche Analyse werden miteinander verbunden. Ausgehend von Gesprächen recherchiert sie in konkreten Lebensrealitäten. Sie hört zu, fragt nach, vertieft Kontexte und verbindet die gewonnenen Perspektiven mit eigenen Erfahrungen, Gedanken und Fragestellungen.
How much analysis can the personal tolerate without losing its tenderness and rawness? Where is the boundary between self-testimony and social interpretation? Anna Gohmert focusses on social justice, familial entanglements, health and generational conflicts. The tension between self-efficacy and powerlessness, those moments in which individual action seems possible but comes up against structural limits, preoccupies Gohmert and is processed by her autofiction. Personal experience and social analysis are combined. Based on conversations, she researches concrete realities of life. She listens, enquires, explores contexts in depth and combines the perspectives gained with her own experiences, thoughts and questions.
-
19 Uhr
Heft 5 // Socialismus der Seitenstreifen
Einmal im Monat öffnet Martina Schneider den Gartensalon und lädt zum gemeinsamen Lesen aus der grünen Reihe des SUKULTUR Verlags ein. Die grüne Reihe versammelt Texte des Gartens. Texte über den, aus dem, durch den und für den Garten. Sie widmet sich praktischen Tipps und theoretischen Überlegungen ebenso wie betrachtender Begeisterung, wütender Analyse, peinlicher Erkenntnis, betrübtem Befund und dem schlichten Erlebnis von Schönheit. Dabei stellt die Reihe große Fragen: Wie passiert der Garten – und wo? Die grüne Reihe erscheint seit Ende 2021 im SUKULTUR Verlag, herausgegeben von Tobias Roth, illustriert von Petrus Akkordeon und lektoriert von Moritz Müller-Schwefe.
Issue 5 // Socialism of the sidelines
Once a month, Martina Schneider opens the garden salon and invites to read together from the Green Series of the SUKULTUR Verlag. The Green Series gathers texts about the garden. Texts about, from, through and for the garden. It addresses practical tips and theoretical reflections as well as contemplative enthusiasm, furious analysis, embarrassing realisations, somber findings and the simple experience of beauty. The series poses big questions: How does the garden happen—and where? The Green Series has been published by SUKULTUR Verlag since the end of 2021, edited by Tobias Roth, illustrated by Petrus Akkordeon and proofread by Moritz Müller-Schwefe.
-
Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisGrenadine ist die Schwester, die keine Schwester ist. Sie spricht mit einer unbekannten, seltsam vertrauten Stimme. Versteht. Fragt nach. Ist witzig. Magisch. Mit Grenadine beobachtet man bis zum Sonnenuntergang Plastiktüten, die im Wind tanzen und träumt bis zum Morgen in slow motion von Abenteuern, die gleich beginnen könnten. Vince Kokot alias My Sister Grenadine spielt minimalistischsten Folk. Die Musik ist eine Begegnung von Klang und Sprache, nah und ganz weit weg. My Sister Grenadine ist diese radikale Softness, die man spürt wenn der Boden unter den Füßen für einen Augenblick verschwindet.
Grenadine is the sister who isn't a sister. She speaks with an unknown, strangely familiar voice. She understands. She asks questions. She's funny. Magical. With Grenadine you watch plastic bags dancing in the wind until sunset and dream in slow motion until morning of adventures that could begin any minute. Vince Kokot aka My Sister Grenadine plays the most minimalist folk music. The music is an encounter between sound and language, both near and very far away. My Sister Grenadine is the radical softness you feel when the ground disappears beneath your feet for a moment.
-
20:30 Uhr
Stuttgart: Jeden Montag besuchen Menschen freiwillig und kostenlos die Veranstaltungsreihe "Montage" im Theater Rampe, die sich mit Populärkultur und anderen interessanten Themen beschäftigt. Piltz, Schäfer & Vogel freuen sich auf Ihren Besuch. Und wir freuen uns auf den Besuch der Montage-Gruppe im LIMBO.
Thema des Abends ist der Beutelsbacher Konsens: 1976 trafen sich auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Fachleute im Remstal, um Grundfragen der politischen Bildung zu klären – vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und kontroverser Debatten über Lehrpläne und Wissenschaftsverständnisse. Aus den Diskussionen formulierte der Politikwissenschaftler Hans-Georg Wehling einen Minimalkonsens, den sogenannten Beutelsbacher Konsens. Die Montagegruppe stellt gemeinsam mit dem Bildungsreferenten Benedikt Reusch die drei Grundsätze vor und beleuchtet aktuelle, kontroverse Positionen dazu.
Stuttgart: Every Monday, people voluntarily and free of charge attend the "Montage" event series at the Theater Rampe, which explores popular culture and other interesting topics. Piltz, Schäfer & Vogel look forward to your visit. And we look forward to the Montage Gruppe`s visit to LIMBO.
The topic of the evening is the Beutelsbach Consensus: In 1976, at the invitation of the Baden-Württemberg State Center for Political Education, experts met in the Remstal valley to clarify fundamental questions of political education—against the backdrop of societal changes and controversial debates about curricula and understandings of science. From these discussions, political scientist Hans-Georg Wehling formulated a minimal consensus, the so-called Beutelsbach Consensus. The Montage Gruppe, together with education officer Benedikt Reusch, will present the three principles and examine current, controversial positions on them.
-
Soul
16:30 bis 21 UhrSoul Train, die legendäre US-TV-Show von Don Cornelius, brachte ab 1970 erstmals schwarze Musik und Kultur ins amerikanische Fernsehen und wurde zum Symbol für Soul, Rhythm & Blues und später Hip-Hop. Prägend für ihren Kultstatus: die ikonischen Line-Dancer, die der Show ihren unverwechselbaren Stil verliehen. Andreas Vogel legt auf. Kommt mit der S-Bahn, steigt aus und tanzt durch den LIMBO.
Soul Train, the legendary US TV show by Don Cornelius, first brought Black music and culture to American television in 1970 and became a symbol of soul, rhythm & blues and later hip-hop. Crucial to its cult status were the iconic line dancers who gave the show its unmistakable style. Andreas Vogel is on the decks. Come by S-Bahn, get off and dance your way through the LIMBO.
-
16 bis 22 Uhr
Bis in die 1990er-Jahre gehörten sie fest zum Alltag vieler Reisender: die Bahnhofslichtspielhäuser. Direkt im Bahnhof oder in unmittelbarer Nähe gelegen boten sie ein besonderes Kinoformat, ein 50-minütiges Filmprogramm, das sich in Endlosschleife wiederholte. Ob für Wartende, Durchreisende oder Stammgäste: Man konnte jederzeit eintreten und sich die Wartezeit mit News, Kurzfilmen und Trickfilm verkürzen. Bei „Star Shorts“ laden wir wieder ein zu einer Reise in diese fast vergessene Kinokultur zwischen Ankunft und Abfahrt.
Until the 1990s they were an integral part of everyday life for many travelers: the cinemas at train stations. Located directly in the station or in the immediate vicinity, they offered a unique cinematic format: a 50-minute film program that played on a continuous loop. Whether for those waiting, travelers passing through or regular patrons, anyone could drop in at any time and shorten their wait with news, short films and cartoons. With "Star Shorts," we invite you once again on a journey into this almost forgotten cinematic culture between arrival and departure.
-
20 Uhr
Mehr Informationen kommen bald.
-
Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf Spendenbasis„You can be a dancer, a detective or a singer. But a fireman you will never be.“ Konsequent entzieht sich der Finne Mäkkelä mit seinem poetisch-dunklen Folk Noir jeder Erwartungshaltung. Unermüdlich tourt er durch Europa und verdichtet seine Reisen und Begegnungen zu Liedern von messerscharfer Beobachtung. Mäkkelä spielt lockere, verzweifelte Bar-Melodien, sakrale Lieder und Folk-Standards mit der Präzision und Überzeugung eines Joe Strummer.
“You can be a dancer, a detective, or a singer. But a fireman, you will never be.” With his poetic and dark folk noir, the Finnish artist Mäkkelä consistently defies all expectations. He tours tirelessly throughout Europe, distilling his travels and encounters into songs of razor-sharp observation. Mäkkelä plays loose, desperate bar tunes, sacred songs and folk standards with the tightness and conviction of Joe Strummer.
-
Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisSanft schiebt sich der Gesang des Geschwisterduos Max & Laura Braun ins Ohr. Bleibt hängen. Ein Hauch Melancholie. Dazu diese lässige, trockene Eleganz. Max und Laura spielen Folk. Chamber Pop. Sie lassen Lücken. Nehmen Tempo raus. Ihr Sound ist karg. Leise. Mit Nachdruck. Schön.
The vocals of the sibling duo Max & Laura Braun creep gently into your ear. They linger. A touch of melancholy. And that casual, understated elegance. Max and Laura play folk. Chamber pop. They leave gaps. Slow down the tempo. Their sound is sparse. Quiet. Emphasised. Beautiful.
-
16 Uhr
Mehr Informationen kommen bald.
-
Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisLieder aus politischen Kämpfen und sozialen Bewegungen begleiten Menschen seit jeher in ihrem Streben nach Freiheit und Veränderung. Sie geben Hoffnung, stiften Gemeinschaft und werden zu klangvollen Symbolen des Widerstands. Oft greifen sie auf bekannte Melodien zurück, die mit neuen Texten versehen werden. Wenn offene Worte gefährlich sind, entstehen dabei Bilder und versteckte Bedeutungen. Doch was bleibt, wenn die Sprache verschwindet? Wenn Worte verstummen und nur die Melodie weiterträgt, was einst gesagt werden musste? Die Instrumentalversionen politischer Lieder von Jo Ambros, Johann Polzer und Dieter Fischer widmen sich dieser Frage. Mit ihren Interpretationen bekannter und weniger bekannter Revolutionslieder stellen sie das Verbindende in den Mittelpunkt: die Musik selbst. Ohne sprachliche Grenzen entfalten die Melodien ihre unmittelbare Kraft und machen hörbar, was Gemeinschaft im Innersten ausmacht.
Songs from political struggles and social movements have always accompanied people in their pursuit of freedom and change. They can offer hope, foster communities and become resonant symbols of resistance. Often, they draw on familiar melodies set to new lyrics. When speaking openly is dangerous, images and hidden meanings emerge. But what remains when language disappears? When words fall silent and only the melody carries on what once needed to be said? The instrumental versions of international political songs by Jo Ambros, Johann Polzer and Dieter Fischer address precisely this question. With their interpretations of well-known and lesser-known revolutionary songs, they focus on what unites us: the music itself. Free from linguistic constraints, the melodies unfold their immediate power and make audible what community truly is.
-
Konzert
19:30 Uhr
Eintritt auf SpendenbasisCraig Bjerring alias Oldseed mag Fonzies und ist Kanadier. Für uns schon Grund genug ihn einzuladen. Dass er in Kassel lebt und man sich über Waschbären unterhalten kann ein weiterer. Seine Musik, die sich zwischen Folk und Country bewegt, erzählt von Tod und Einsamkeit, vom Leben. Mit Zartheit. Es wird gemunkelt, Oldseeds Lieder könnten Leben retten. Musik, die behaglich ist, aber auch flüstert: Du wirst nicht immer leben.
Craig Bjerring, aka Oldseed, likes Fonzies and is Canadian. That alone was reason enough for us to invite him. The fact that he lives in Kassel and we can talk about raccoons is another. His music, which moves between folk and country, speaks tenderly of death and loneliness, of life. With tenderness. Rumor has it that Oldseed's songs could save lives. His music is comforting, but also whispers: You won't live forever.